Kater bei Umzug lieber zurück lassen?
Hallo Zusammen,
ich habe ein Problem, dass mir schon seit Monaten echt auf der Seele brennt:
Wir haben einen Kater, den seine Mutter vor 5 Jahren als Baby vom Bauernhof nebenan verscheucht hat und der dann von mir "teilzeit" aufgenommen wurde.
Teilzeit heißt, er darf ins Haus, wenn wir zuhaus sind, aber nur tagsüber, abends geht er immer raus. Da wir häufig an den Wochenenden unterwegs sind, bleibt er dann auch draußen, schläft meist nebenan auf dem Heuboden oder bei uns auf der Terasse in einer Hütte, die wir ihm gebaut haben.
Obwohl er uns immer nur stundenweise sieht, ist er extrem auf meinen Freund und mich fixiert, er liebt uns wirklich heiß und innig, wir ihn aber auch. Max lebt (meiner Meinung nach) ein richtig tolles Katzenleben: er kann jagen wann er will, er bekommt trotzdem noch Fressen, er wird ärztlich versorgt, ist geimpft und bekommt Streicheleinheiten, wenn er sie will.
Wenn wir Urlaub haben oder unterwegs sind, füttern ihn unsere Nachbarn, damit er auch immer regelmäßig seine Mahlzeiten bekommt.
Wir wohnen sehr ländlich, er hat ohne Ende Auslauf und sehr wenig Autoverkehr. Menschen sind auch eher Mangelware, ländlich eben.
Jetzt haben wir uns entschieden, ein Haus zu kaufen und jetzt kommt mein Problem:
So ländlich wie wir jetzt wohnen, gibt es bei uns im Umkreis absolut nichts zu kaufen, meistens eher Siedlungslage, zwar nicht grad Stadt, aber eben mehr Menschen und auch mehr Autos, mehr Häuser! Für ihn würde das einen extremen Einschnitt bedeuten und davor habe ich riesig Angst.
Was tue ich dem Kater damit bloß an, wenn ich ihn mitnehme? Allein schon der Gedanke, ihn wochenlang erst mal einsperren zu müssen - da dreht er ja durch. Eine Nacht war er bisher eingesperrt, vor seiner Kastration, danach nie wieder, nur im Katzenkorb für die Tierarztfahrt.
Ich habe jetzt ernsthaft überlegt, den Kleinen nicht mitzunehmen, meine Nachbarn sind Bauern, würden sich auch um ihn kümmern, aber eben nicht so, wie ich es tue - Max ist natürlich ziemlich verwöhnt.
Er könnte bei ihnen in der Scheune schlafen, aber eben nicht mehr im Winter auf einer warmen, weichen Decke im Wohnzimmer.
Ich habe keine Idee, was für ihn wohl das Beste wäre. Mitnehmen, weil er an uns hängt, oder zurück lassen, weil es für ihn schrecklich wäre, mitkommen zu müssen.
Bitte versteht mich jetzt nicht falsch, schon der Gedanke daran bricht mir das Herz, aber ich sehe meine Verantwortung ihm gegenüber eben auch darin, für ihn nur das Beste zu wollen - und auf ihn zu verzichten, wenn es besser wäre!
Was meint Ihr? Ich brauche da echt mal einen Rat!
Es wäre super, wenn ihr mir dazu Eure Meinungen oder Ratschläge schreiben würdet.
Viele Grüße
Alex
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