Hallo,
da hast Du ja ein tolles Thema angeschnitten! Unser Pako leidet auch an einer chronischen Zahnfleischentzündung. Hmm, wo soll ich nur anfangen???
Also, man unterscheidet verscheidene Arten einer Gingivitis oder Stomatitis genannt(Zahnfleischentzündung). Sie liegt entweder akut oder chronisch vor. Man unterscheidet bei der chronischen Gingivitis folgendermaßen:
Plasmazellgingivitis (Autoimmunerkrankung hervorgerufen durch eine Virusinfektion. Möglicher Virenbefall: irgendein Virus der das Immunsystem schwächt, sodass der Körper mit einer Zahnfleischentzündung reagiert, vergleichbar mit Lippenherpes beim Menschen, Caliciviren, Fiv-Viren, FeLv-Viren).
Kann auch genetisch durch Vererbung bedingt sein. In jedem Fall liegt eine Viruserkrankung vor. Hier hilft auch kein Antibiotika. Der Ta verabreicht das Antibiotika, damit sich keine Bakterien in die Entzündungsherde setzen und die ganze Sache verschlimmern. Das Cortison wird als Schmerztherapie eingesetzt. In manchen Fällen wird die Gingivitis auch durch FORL hervorgerufen oder tritt in Kombination mit FORL auf. Als FORL bezeichnet man Viren oder Bakterien, die sich durch die Zahnwurzel in den Zahn fressen und diesen zerstören. Dies kann durch eine Gewebeuntersuchung festgestellt werden. In diesem Falle, leidet die Katze oft unter starken Zahnschmerzen. Da es auch hier keine Behandlung gibt, rät man, dem Tier alle Zähne zu ziehen.
Die Frage ist nun, hat dein Kater auch Zahnschmerzen oder "nur" eine Zahnfleischentzündung? Wenn er noch frisst, ist das eigentlich ein gutes Zeichen! In wie weit ist die Gingivitis vorgeschritten? Sind nur die Zahnhälse stark gerötet? Bilden sich kleine Bläschen auf dem Zahnfleisch? Ist es offen oder blutet es? Wuchert das Zahnfleisch über die hinteren Backenzähne?
Mögliche Ansätze einer Behandlung:
- Antibiotika und Cortison (halte überhaupt nichts davon, wenn die Katze noch keine Schmerzen hat!)
- Homöopatisch: Wir behandeln mit Detisept-Salbe (einmal täglich auf das entzündete Zahnfleisch auftragen) und zweimal täglich eine Tablette Silicea D6 (zur chronsichen Behandlung von Entzündungen jeglicher Art).
Weitere homöopatische Mittel in Form von Kuren:
eine 5-Tages-Kur mit je zwei Spritzen in Kombination. Hierbei handelt es sich um Lachesis/Argentum compl. in Kombination mit Apis comp.. Weitere homöopathische Mittel: Heper Sulfaris und andere. Sollte es sich um eine Immunschwäche handeln, wäre vielleicht eine Futterergänzung mit Colostrum (biologisch) zur Unterstützung des Immunsystems möglich!
- eine Behandlung mit Delvesteron (Antibabypille). Kann auch Katern verabricht werden.
- oder eine Interferon-Behandlung (sehr kostspielig).
Leider muss ich Dir sagen, dass es keine sicheren Heilungschancen gibt und jede Behandlung individuell auf das Tier abgestimmt werden muss. Derzeit behandeln wir ja wie oben beschreiben. Ich meine zu beobachten, dass es ein klein wenig besser wird. Naja, wenigstens wird es nicht schlimmer. Die Dentiseptpaste ist auch homöopatisch und wirkt desinfizierend. Sie lindert den Gestank und vermindert die Bekterienbildung. Zudem ist sie superhaftend, so dass unser Pako sie nicht wieder abschlecken kann.
Hier kannst Du mal selbst recherchieren!
http://www.que.at/html/kleintiere/ka...ingivitis.html
Stomatologie
http://www.vitalitys.ch/PDF/Zaehne_Z...Mundhoehle.pdf
Homöopathie für Katzen
Colostrum - Wikipedia
Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen! Gerne kannst Du mcih jederzeit zu diesem Thema ansprechen, wenn Du noch Fragen hast.
