Unverträglichkeit junger Zwergkaninchen
Hallo Ihr,
sicherlich werden jetzt einige die Nase rümpfen und denken: das Thema gibt es doch schon, kann die nicht lesen? Aber ich bin ziemlich verzweifelt und möchte meinen Fall mit allen Einzelheiten einmal ganz genau schildern.
Also, vor 7 Wochen haben wir 2 junge Zwergkaninchen-Häsinnen aus einem Zoogeschäft erworben, nachdem unser letztes Kaninchen gestorben war. Wusste zwar, dass das mit 2 Häsinnen nicht so ratsam wäre, aber ich dachte, es wird schon gutgehen, wenn die Beiden von klein auf zusammen sind. Mein letztes, verstorbenes Zwergkaninchen, was mir damals zugelaufen war, war im Stall in einem richtigen Kaninchenstall untergebracht, Ihr wisst schon, in so einem Stall, in dem eigentlich die Kaninchen sitzen, die mal geschlachtet werden sollen. Also nicht besonders groß und ziemlich dunkel.
Aus Platzgründen kam ein 2. nicht in Frage. Als dieses dann gestorben war, habe ich lange mit meiner 20j. Tochter, die noch bei mir zuhause wohnt, überlegt, ob wir uns ein neues anschaffen. Wir hatten uns dafür entschieden.
Da unser Vorhaben aber dieses Mal geplant war, wollten wir es den beiden neuen (denn 2 sollten es jetzt auf jeden Fall sein) so richtig schön machen. Leider haben wir in dem Stall nicht so viel Platz; Wohnungshaltung kommt nicht in Frage. Mein Papa hat uns einen ganz tollen Käfig gebaut: 2 x 1 m x ß,80 m hoch. Wir haben den Käfig mit divesem Spielzeug, einem ausgehöhlten
Baumstamm und einem Häuschen ausgestattet.
Dann haben wir uns auf die Suche nach 2 Schnuckel gemacht und haben sie nach langem Suchen gefunden: Die eine ist ein Zwerg-Löwenkopf und mehr als agil und die andere ist ein einf. Zwergkaninchen. Beide sollten 6 Wochen alt gewesen sein, aber die einfache war noch so klein, dass sie bestimmt jünger war. Aber gerade, weil sie so zerbrechlich schien, konnten wir sie nicht im Zoogeschäft lassen!
Zuhause angekommen, haben die beiden Mädels den Stall tüchtig unter die Lupe genommen und schienen sich wohlzufühlen. Der Futternapf wurde gleich in Beschlag genommen. Das Löwenköpfchen war von Anfang an sehr zutraulich und hat sofort Leckerli angenommen. Die Andere ist immer noch sehr scheu und nimmt kein Fressen aus der Hand an.
Nach ein paar Tagen bemerkten wir, dass die Kleine stark humpelte und eine ganz dicke Forderpfote hatte. Sofort suchten wir den Tierarzt auf, der eine Wunde feststellte, auf die sich schon ein dicker Pilz gesetzt hatte. Von da an mussten wir nun 4 Wochen lang täglich die Pfote mit einer Tinktur behandeln, und so die Arme jeden Tagen aus dem Käfig holen, was ihr gar nicht besonders gefiel. Nun ist aber zum Glück alles abgeheilt, und wir dachten, nun geht es mit der Kleinen wirklich bergauf.
Samstag haben wir nun gesehen, dass sie von der Anderen, wilderen, ohne ersichtlichen Grund und ohne Toben in den Allerwertesten gebissen wurde.
Nun scheint sie wieder noch ängstlicher geworden zu sein, geht ihr aber seltsamerweise auch nicht aus dem Weg. Ein anderes Mal haben wir gesehen, wie sie die Kleine gekratzt hat.
Weiß wirklich nicht, wie wir uns jetzt verhalten sollen, denn wir haben die beiden ja auch nicht den ganzen Tag im Blick. Am liebsten würde ich die beiden trennen, da ich Angst um die Kleine habe. Die Große leckt sie immer ab und jetzt habe ich Angst, dass sie dann auch auf einmal zubeißen könnte.
Aber ich glaube auch, dass die Beiden sehr unglücklich wären, wenn sie alleine wären und eine müsste dann aus Platzgründen ja auch in den dunklen,
älteren Stall "verbannt" werden. Ich habe einfach Angst, dass die Kleine eines Tages blutig in der Ecke liegt.
Ist doch wirklich ein Elend: Da schafft man für die beiden ein so schönes Zuhause und dann klappt die Zweierhaltung nicht! Kann mir bitte Jemand einen Rat geben, der vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht hat?
Lieben Gruß aus dem Saterland sendet Euch Sonja
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