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  #1 (permalink)  
Alt 01.04.2008, 18:42
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Der Geist ist willig...
 
Registriert seit: 01.04.2008
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Unglücklich EC / Schiefhals ???

Hallo, bin total am verzweifeln. Mein Häschen hat angefangen plötzlich nicht mehr richtig zu hoppeln und ist ab und zu seitlich umgefallen. Bin sofort mit ihm zum Tierarzt und die haben auf diese schlimme EC Krankheit getippt. Er ist dann auch 14 Tage lang darauf hin behandelt worden ( mit Panacur + Antibiotika ). Diese Lähmungserscheinungen gingen dann auch weg.
Jedoch sitzt er jetzt nur noch lustlos in seinem Käfig rum, kommt nicht mehr an die Käfigtür und möchte auch nicht mehr raus. Fressen tut er noch ganz normal. Seine Augen sind jedoch sehr groß und verklebt ( bekommt auch Tropfen dagegen ). Was kann das noch sein, glaube langsam nicht mehr dran was der Arzt erzählt oder das es mit dieser EC / Schiefhals Krankheit zu tun hat. Mit ihm zu einem andern Arzt zu gehen ist auch immer doof, weil er jedesmal beim Arzt fast einen halben Herzanfall bekommt. Wäre schön, wenn ihr mit helfen könntet. Bin langsam am verzweifeln !!!! DANKE

Gruß Poldi

PS: Achja, andere Anzeichen ( wie z.Bsp. Flocken in den Augen usw. ) die bei dieser EC Krankheit auftreten hat er auch nicht.
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Alt 01.04.2008, 22:41
Benutzerbild von Moro
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wohnt hier im Zoo
 
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Beiträge: 299
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Hallo!

Wurde denn bereits auf E.C. getestet? Wurden irgendwelche anderen Untersuchungen gemacht?

Bei E.C. können viele Symptome auftreten, aber diese Symptome müssen nicht sein.

Reagiert er auf Geräusche und Bewegungen? Kann er sich wieder aufrichten, wenn du ihn auf die Seite drehst?


Jede Krankheit schwächt das Immunsystem. Sekundärinfektionen sind immer möglich.

Sind die Zähne in Ordnung? Wie sieht die Nase aus? Sind die Tränennasenkanäle komplett durchgängig?
Was für Tropfen verwendest du?
__________________
Gruß von Moro no Kimi

"Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge,
die sie schon hundertmal gehört haben,
als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist!"
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Alt 12.04.2008, 18:24
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Frischling
 
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Hallo, und weist du schon genaueres???
Gehts deinem Kaninchen wieder besser?
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  #4 (permalink)  
Alt 14.04.2008, 21:05
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Der Geist ist willig...
 
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Beiträge: 3
Lächeln EC / Schiefhals Antwort

Jipie meinem Häschen geht es wieder besser. War mit ihm nochmal bei Tierarzt. Er ist nochmal genau untersucht worden Augen-Nase-Ohren-Zähne,
ist alles in Ordnung. Der TA sagt aber immer noch das es diese EC Krankheit war und das aber die Medikament gut angeschlagen haben. Der kleine hüpft wieder fröhlich durch die Wohnung, kommt her, ist neugierig und nimmt gott sei dank wieder am Geschehen teil. Manche Symptome sind zwar noch nicht ganz weg (wenn er sehr aufgeregt ist kippt er manchmal noch leicht zur Seite um ) aber es macht dem kleinen nichts aus und der TA meinte auch das es sehr lange dauert oder vielleicht auch überhaupt nicht mehr weg gehen kann.
Aber egal, auf jeden Fall ist er wieder fit und hängt nicht mehr nur in seinem Käfig rum.

LG Poldi
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  #5 (permalink)  
Alt 22.04.2008, 18:48
Benutzerbild von hasenparadies
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Der Geist ist willig...
 
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Hallo,

also mal ehrlich...die Gesundheit des Kleinen sollte Dir ja wohl etwas Aufregung wert sein. Versuch einfach den Streß so gering wie mölgich zu halten...vielleicht macht der TA ja auch Hausbesuche.... einfach mal nachfragen....

Grundsätzlich würd ich aber auch schon darauf tippen, dass es sich bei den geschilderten Symtomen um die Spätfolgen handelt. Eventuell wird das Tier gar nicht wieder vollständig genesen. Geschädigte Nerven regenerieren sich oft gar nicht vollständig.

Geändert von hasenparadies (22.04.2008 um 18:50 Uhr).
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  #6 (permalink)  
Alt 28.04.2008, 18:29
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Frischling
 
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hallo

Ich hab das gleiche durchgemacht mit meinem hase
nur das die lähmung nicht mehr weggegangen ist

ENZEPHALITOZOONOSE BEIM KANINCHEN

In Kürze:

Bei Kaninchen plötzlich auftretende Paresen bzw. Paralysen der Hinterextremitäten mit gelegentlich auftretender Progredienz zur Tetraplegie und/oder plötzlich auftretende Kopfschiefhaltungen unter Umständen mit Drehungen um die Körperlängsachse sowie chronische Polydipsie/Polyurie sind die Kardinalsymptome der Enzephalitozoonose. Eine sofortige, gezielte Behandlung lässt bei einem Großteil der Tiere die Symptomatik innerhalb weniger Tage vollständig abklingen. Es handelt sich um eine Zoonose, um deren Relevanz die KleintierpraktikerInnen wissen und ihre Tierhalter aufklären sollten.

1. Einleitung

Das klinische Bild der Kopfschiefhaltung (Torticollis) beim Kaninchen de8211; englisch ´head tilt` oder ´screwneck disease` - wird gelegentlich bei Heimkaninchen in der Kleintiersprechstunde, bei Tieren in der Rassekaninchenzucht, in Versuchstierhaltungen sowie bei solchen in landwirtschaftlichen Produktionsbetrieben beobachtet.
Neuere Untersuchungen zeigen, daß außer den Infektionen durch Pasteurella multocida und Psoroptes cuniculi vor allem Protozoeninfektionen ursächlich dem Krankheitsgeschehen zugrunde liegen (KUNSTYR et al., 1986; FEHR und MEYER-BRECKWOLDT, 1997; EWRINGMANN und GÖBEL, 199.
Die zu den Mikrosporidien gehörende, weltweit verbreitete Protozoe Encephalitozoon cuniculi ist ein intrazellulär parasitierender Einzeller, der einkernige, ellipsoide Sporen von 2,5 x 1,5 µm Größe bildet. Wird eine derartige Spore von Kaninchen oral aufgenommen, so stülpt sich im Darm der Polfaden aus und penetriert die Darmwand. Durch den hohlen Polfaden kriecht das einkernige Sporoplasma aus und gelangt so ins Innere von Wirtszellen. Nach einer Vermehrungsphase wird der Parasit hämatogen in nahezu alle Organe verteilt, wobei der Be-fall der Niere besonders ausgeprägt ist. Reife, infektionsfähige Sporen werden mit Urin und Kot ausgeschieden. Die Übertragung kann somit oral, nasal, oronasal sowie auch transplazentar erfolgen. Neben Kaninchen können auch Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Hamster, Ziegen, Schafe, Schweine, Pferde, Hunde, Füchse, Katzen und viele Primaten unter Einschluß des Menschen befallen werden (MEHLHORN et al., 1993). Die Infektion mit Enzephalitozoon ist folglich eine Zoonose. Der Erreger wurde erstmals 1922 aus dem Gehirn eines Kaninchens isoliert und beschrieben (LEVADITI et al., 1923) und als Ursache spontaner Paralysen bei Kaninchen erkannt. In den letzten zehn Jahren hat Enzephalitozoon eine erhebliche Bedeutung gewonnen bedingt durch die Infektionsgefahr immungeschwächter Menschen (HIV-Patienten), bei denen Enzephalitozoon als opportunistischer Parasit bewertet wird (SCHWARTZ et al., 1994).

2. Symptomatik

Beim Kaninchen können drei Stadien der Erkrankung unterschieden werden:

2.1. chronisch latente Infektion

Mithilfe eines Tuschetests können gegen Enzephalitozoon gerichtete Antikörper im Serum von Kaninchen nachgewiesen werden. Sowohl bei klinisch gesunden Heimtieren (FEHR und MEYER-BRECKWOLDT, 1997; EWRINGMANN und GÖBEL, 199 als auch bei Versuchstieren (SCHARMANN et al., 1986) europäischen oder australischen Wildkaninchen (WILSON, 1979; CHALUPSKY et al., 1990; THOMAS et al., 1997) konnten positive Antikörpertiter ermittelt werden, ohne daß bei den seropositiven Tieren klinische Symptome zu beobachten waren. Die Antikörperprävalenz klinisch gesunder Tiere unterliegt je nach Kaninchenpopulation sehr großen Schwankungen und wird in der Literatur bis hin zu 100 % angegeben (KUNSTYR et al., 1986).

2.2. akuter Krankheitsverlauf

Der akute Krankheitsverlauf ist gekennzeichnet durch einen plötzlich auftretenden Torticollis, häufig in Kombination mit einem Opisthotonus, bedingt durch Enzephalitis und/oder Meningitis, Nephritiden sowie Paresen oder Paralysen der Nachhand. In seltenen Fällen können auch plötzliche Todesfälle auftreten. Das klinische Bild zeichnet sich ab durch

1. ZNS-Symptome wie Schreckhaftigkeit, Kopfschiefhaltung, Nystagmus,
anfallsweises Sichdrehen um die Körperlängsachse, Ataxien, Seitenlage, Verzögerung bzw. Ausfall der Pupillarreflexe, Uveitis, ein- oder beidseitige Nachhandlähme mit möglichem Übergang zur Tetraplegie;

2. Polydipsie/Polyurie-Komplex infolge einer Niereninsuffizienz mit erhöhten
Nierenwerten für Harnstoff (> 40 mg/dl), Kreatinin (> 2 mg/dl) und Kalium (> 21 mg/dl) sowie

3. unspezifische bzw. Folgesymptome wie Inappetenz, Apathie, renale
Osteodystrophie und pathologische Frakturen sowie veränderte Blutwerte (Leukozytose, Hyponatriämie, erhöhtes GOT sowie erniedrigte Werte für Hämoglobin, Erythrozyten und Hämatokrit).

2.3. chronischer Krankheitsverlauf

Je nach Ausmaß der akuten Krankheitsphase, den Nieren- bzw. den ZNS- Schäden bleiben die Kaninchen in der Regel chronisch infiziert, wenngleich bei frühzeitig und intensiv durchgeführter Therapie eine klinische Heilung in 55 % der Fälle beschrieben wurde (EWRINGMANN und GOEBEL, 199. Gelegentlich bleiben Bewegungsstörungen der Nachhand oder von Vor- und Nachhand als Restschäden der akuten Infektion zurück, wobei die Tiere ansonsten wieder bei gutem Allgemeinbefinden, mit gutem Appetit und normalem Verhalten auch anderen Tieren/Artgenossen gegenüber sind.

3. Diagnostik

Die Diagnostik einer Infektion mit Encephalitozoon cuniculi geschieht in drei Schritten, und zwar wird der Verdacht in erster Linie aufgrund des klinischen Bildes erhoben. In zweiter Linie kann der Verdacht durch eine allgemeine labordiagnostische Untersuchung erhärtet bzw. abgeschwächt werden. Dabei sollten folgende Blutparameter ausgewertet werden: Nierenwerte (Harnstoff, Kreatinin, Kalium), Blutbild (Leukozyten, Erythrozyten, Hamatokrit, Hämoglobin) und Leberwerte (GOT). Sollten die Blutwerte deutliche Hinweise auf eine E. cuniculi-Infektion liefern, bietet sich eine spezifische Labordiagnostik im dritten Schritt an. Mittel der Wahl ist die Tusche-Immunreaktion: Der Test beruht darauf, daß die Immunglobuline eines positiven Serums an die Kohlepartikelchen der Tusche absorbiert werden. Die so markierten Antikörper haften an der Oberfläche der E. cuniculi-Sporen und machen sie mikroskopisch sichtbar. Der Test kann auch zum Nachweis von Sporen im Urin verwendet werden. Die Ausscheidung von Sporen über den Urin ist jedoch abhängig vom Befall der Nieren, so daß die serologische Untersuchung der sicherere Test ist.

4. Therapie

Die Therapie der E. cuniculi-Infektion besteht aus:

1. Antibiose: Oxytetrazyklin (20 mg/kg KM s.c./d über 14 Tage) (EWRINGMANN und GÖBEL, 199
oder: Sulfonamid-Trimethoprim (20 mg/kg KM s.c./d über 14 Tage) (FEHR ,1997)
oder: Chloramphenicol (30 mg/kg KM s.c.) überwindet die Bluthirnschranke.

2. Antiphlogistikum: Dexamethason (0,2 mg/kg KM s.c./d)
oder: Prednisolon (2 de8211; 1 mg/kg KM s.c./d)

3. Vitamin-B-Komplex (0,5 ml/kg KM s.c./d)

4. Infusionen (z.B. Sterofundin 40 ml/kg KM s.c./d)

5. bei Uveitis zusätzlich lokal tetrazyklin- und kortisonhaltige Augensalben mehrmals täglich im Wechsel.

6. Antiparasitikum Fenbendazol (Panacur® Suspension 10 % für Hunde; 0,2 ml/kg Kaninchen 1 x täglich oral über 20 Tage)

In der Regel führt bei Früherkennung eine Therapie in den ersten 24 Stunden zu einer deutlichen Besserung des Krankheitsbildes, mindestens jedoch zu einem Stillstand der Progredienz der neurologischen Symptome. Gelegentlich werden in den ersten zwei bis drei Tagen Verschlechterungen des Krankheitsbildes beobachtet. Eine Therapie sollte jedoch dann fortgesetzt werden, wenn die Tiere appetent sind und Kot- und Harnabsatz funktionieren. Meist gibt es eine deutliche Erholung am dritten bis fünften Therapietag, so dass die meisten Patienten nach einer Woche vollständig wiederhergestellt sind.
Sollte sich trotz der aufgezeigten Therapie das Krankheitsbild weiterhin drastisch verschlechtern und insbesondere die enzephalitisbedingten Symptome zunehmen, ist die Prognose schlecht de8211; jedoch nicht grundsätzlich infaust de8211; und aus Tierschutzgründen eine Euthanasie abzuwägen.

leider ist mein hase daran gestoben 3 Monate später sie hat auch normal gefressen und war gut drauf
aber diese krankheit bleibt in deinem kanninchen sie kann man nicht mehr heilen.....
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Alt 01.05.2008, 11:16
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Registriert seit: 01.04.2008
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Standard Antwort Poldi

Hallo,

vielen lieben Dank für den tollen Beitrag. Tut mir wirklich sehr sehr leid für dein Häschen
Meinem kleinen geht es wirklich wieder sehr sehr gut. Er frisst - hüpft und die damals noch restlich verbleibenden Symptome sind jetzt auch weg. Er bekommt jetzt noch die ganze Zeit von uns pflanzliche Mittel: einmal dieses
B 12 Vitamin ( für die Nerven ) und Globoli zur Unterstüzung der Verdaung.
Wir beobachten ihn natürlich die ganze Zeit auch mit Adler-Augen, nur bei dem kleinsten Nieser rennen wir schon wieder zum Tierarzt. Aber egal, hauptsache es geht ihm gut.

Ganz liebe Grüße Poldi

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