Hallo,
ich möchte hier über eine Kaninchenkrankheit sprechen, die rasant schnell zum Tode führt, dabei leider selten erkannt wird.
Wir besitzen zwei Freigänger, d. h. sie laufen tagsüber im Garten herum und sind nur nachts in ihrem Haus, das auch draußen steht. Einen pechschwarzen Zwerg namens Paul und einen graubraunen Schlappohr namens Moppel.
Vorgestern abend bat mein Kind mich, mir Moppel mal anzusehen, da er irgendwie humpeln würde. Ich habe mir also die Beine und auch den Rest des Hinterteils genau angesehen, konnte aber außer einer leichten Rötung am After nichts entdecken. Ich muss dazu vllt. noch erklären, dass Moppel ein kleines Schweinchen ist. Er hat ja längere Haare und pinkelt sich immer voll, so dass er jeden Tag gebadet werden muss. Aber dafür ist er sehr schmusebedürftig und anhänglich. Er kommt sofort, wenn ich ihn rufe und läuft im Garten immer hinter mir her, so dass man aufpassen muss, ihn nicht aus Versehen zu treten.
Als ich Samstag früh das Haus der beiden öffne, liegt Moppel sehr apathisch da. Paul springt direkt raus, aber Moppel kommt erst nach ein paar Minuten. Er läuft auch ganz komisch und verkriecht sich direkt unter einen Strauch mit dem Kopf zur Wand. Da mir das seltsam vorkommt, nehme ich ihn hoch und stelle dabei fest, dass er hinten rum drunter wieder ganz nass ist.
Und als ich ihn umdrehe um nachzusehen, krabbeln da viele weiße Maden an seinem Po rum. Also schleunigst zum TA. Dort hat er eine Spritze bekommen und Shampoo. Gleichzeitig sollten wir alle Maden abnehmen. Das haben wir auch versucht, aber ich hatte das Gefühl, es wurden immer mehr statt weniger. Und Moppel lag nur noch flach atmend da. Innerhalb einer halben Stunde löste sich am ganzen Hinterteil das Fell und überall waren Maden. Also sind wir wieder zum TA, der ihn dann von seinen Qualen erlöst hat.
Er erklärte uns dann, dass diese Krankheit eigentlich erst Juni/Juli auftritt, aber durch den schlechten Winter und die derzeitige Hitze auch jetzt schon. Eine Fliege liegt ihre Eier im Fell ab, innerhalb einer halben Stunde schlüpfen die Larven und fressen sich in die Tiere und diese dann von innen her auf.
Wir haben natürlich sofort auch Paul untersucht, der eine andere Rasse ist und GsD nichts hat (Wir sehen jede Stunde nach). Das komplette Haus musste heiß ausgewaschen und alles mit Insektengitter versehen werden. Natürlich werden die Tiere regelmäßig geimpft, aber dass es so etwas gibt, wusste er vorgestern noch nicht.
Passt also auf eure Häschen auf, besonders wenn sie draußen sind, damit es ihnen nicht so ergeht wie unserem lieben Moppel.
Liebe Grüße wolle