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  #1 (permalink)  
Alt 24.10.2009, 18:40
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Der Geist ist willig...
 
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Standard Patellaluxation oder eine Macke?

Patellaluxation, eine Macke oder was anderes?

Ich habe einen dreijährigen, kastrierten Glatthaarfoxterrier, der, immer, wenn er die Gangart wechselt – besonders wenn er vom „Galloppieren“ in’s „Traben“ kommt - hinten rechts „Hüpfer“ macht. Er streckt dabei nicht das Bein nach hinten, sondern zieht es einfach hoch. Das geht meistens so 1-4 mal, manchmal sogar bis zu 15 mal hintereinander. Er scheint keine Schmerzen zu haben. Wenn er schnell irgendwo hinrennen will, läuft er absolut sauber. Wenn er ersteinmal in seiner Gangart ist, läuft er gut. Es sind, wie gesagt, nur die Übergänge, wenn er es nicht eilig hat. Er ist auch ansonsten sehr agil, schnell und sehr lebhaft. Er machte das „Hüpfen“ von Anfang an. Ich war dann in einer Tierklinik und man sagte mir, es handele sich um eine Patellaluxation Grad 1. Der TA (1)schlug vor, es operieren zu lassen, damit keine Arthrose entsteht. Dann wollte ich mir eine Zweitmeinung einholen. Ich ging in eine weitere Tierklinik. Dieser TA (2) sagte, er könne die Patella nicht luxieren, es sei höchstens Grad 2 (was ich schonmal nicht verstehe, denn bei Grad 2 kann man die Patella ja luxieren und bei Grad 1 auch...) und es müsse an was anderem liegen. Er tastete sein Kreuzbein ab und mein Hund hatte Schmerzen. Das Röntgenbild zeigte angeblich eine Verwachsung des Kreuzbeins mit einem Lendenwirbel. Darauf hin wurde ich zu einer Pferdeklinik geschickt, um ein Szintigramm machen zu lassen, damit eventuelle Entzündungen festgestellt werden können. Anschließend evtl. weitere Röntgenaufnahmen und CT. Das Szintigramm habe ich erstmal nicht machen lassen . Ich wollte erst einmal den Widerspruch aufklären und die Strahlenbelastung gering halten. Also habe ich mich mit den Röntgenbildern an meinen TA(1) gewendet, der ja eindeutig eine PL diagnostizierte. Diesmal sagte er, er könne die Patella nicht luxieren (mein Hündchen war aber auch sehr angespannt), aber es sei Spiel im Knie. Er hat weitere Röntgenaufnahmen von dem Kreuzbein (in Narkose) gemacht, weil das Bild vom TA(2) seiner Meinung nach nicht auswertbar war. Auch ich habe einen riesen Unterschied bei der Qualität beider Bilder gesehen. So, das Kreuzbein ist nun seiner Meinung nach nicht mit einem Lendenwirbel verwachsen. Außerdem sagte er, dass, wenn dort ein Nerv eingeklemmt wäre, es nicht zur Lahmheit sondern zur Lähmung kommen müsste und der Hund das Bein eher hinterherziehen müsste. Das leuchtet mir irgendwie auch ein. Es könnte nun sein, dass das Ganze auch nur eine „Macke“ ist. Der TA(1) schlug jetzt vor abzuwarten und den Hund zu beobachten, also erstmal nicht zu operieren. Für das Szintigramm sah er keinen Sinn. Das CT scheint auch überflüssig zu sein, da ja Kreuzbein und Lendenwirbel nicht miteinander verwachsen sind. Das Abwarten bereitet mir allerdings Sorgen, weil durch das Hin-und Herschubbern inzwischen eine Arthrose entstehen könnte. Ich verstehe auch nicht, warum er das Knie – beim Gangwechsel - anhebt, obwohl die Patella nicht luxierbar ist, sondern nur Spiel darin ist! Außerdem verstehe ich nicht, warum man von PL Grad 1 oder 2 spricht, ohne dass die Patella luxierbar ist? Ich mag beim TA(1) auch nicht mehr anrufen, da ich das nun schon so oft getan habe. Beide TAs erscheinen sehr vertrauenswürdig und haben einen guten Ruf.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit seinem Hündchen, der beim Wechseln der Gangart „Hüpfer“ macht uns ansonsten sauber läuft? Hiiillllffffe!!!!
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  #2 (permalink)  
Alt 24.10.2009, 19:11
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Joy Joy ist offline
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Kennt sich schon aus...
 
Registriert seit: 04.09.2009
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Beiträge: 87
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Es könnte durchaus die Kniescheibe sein. Ich kenne Hunde, die hinten nur so umhüpfen, das geschieht einmal, dann ist gut.
Da Deiner das öfters macht - das Bein muss nicht unbedingt steif sein, der Hund zieht es dann steif nach vorne, springt dann hoch - da ist die Sehne wieder gesprungen und hat die Kniescheibe kurz verharkt. Ich kenne auch Hunde die ziehe bei der Erkrankung halt mehrmals das Bein unterm Bauch.
__________________
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  #3 (permalink)  
Alt 15.01.2010, 00:20
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Der Geist ist willig...
 
Registriert seit: 15.01.2010
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Hallo Bine09,

ich habe ein ähnliches Problem, mein Hund läuft auch so...

Ich suche seit 1 Jahr, war in 3 Kliniken, zig Physio's etc.pp.

Alles wurde gemacht, Röntgen, CT, MRT, Eigenserumbehandlung, sogar eine OP zur "Verhinderung des medialen Aufreitens der Patella" oder so ähnlich.

Nix hat was gebracht, man hat mich schließlich als "austherapiert" nach Hause geschickt. Als "letzte Hoffnung" war ich heute bei einem Tierarzt, der als Fachrichtung Neurologe ist.... (aber mit ganz normaler Kleintierpraxis)

So, hier das Ergebnis, ich kopiere einfach mal ein, was ich einer Freundin geschrieben habe:


Mir hat dieser Tierarzt den schlüssigen Beweis dafür geliefert, was mein Hund hat...

Und es war so schrecklich einfach, dass ich mich frage, für was um alles in der Welt man ein Dutzend Tierärzte und Physio und sonst was für Leute beschäftigt, ohne dass einer von denen mal auf diese simple und einfache Idee kommt.

Und: wir sind wieder bei der Ausgangslage: Patellaluxation.

Der Beweis wurde geliefert schlichtweg dadurch, dass man den Hund in eine kurze Narkose gelegt hat, um die Patella manuell zur Luxation zu bringen.
Anders herum: wenn man einem Hund mehrmals am Bein rummanipuliert, spannt er einfach mal kräftig seine Muskeln an, wenn jemand das wieder tun will. Dadurch zieht er automatisch die Patella dahin, wo sie hingehört. Sie lässt sich nicht mehr manuell rausschieben.

In Narkose kann er das logischerweise nicht, und man kann es gemütlich ausprobieren.

Der TA hat mir gezeigt, wo ich den Finger hinpacken muss, damit ich es fühle und ich habe es gefühlt.

Gegenprobe am anderen Bein: negativ.


Tja - ob ich nun lachen oder weinen soll ?

Grundsätzlich hat er keine Schmerzen, aaaaaber auch hier meint der TA, dass es Sinn macht, das - nicht jetzt und heute, aber irgendwann mal - operativ zu beheben, um Spätschäden für das Gelenk zu vermeiden.

Die Luxation tritt relativ weit oben auf, wo die Rollkämme naturgemäß etwas flacher werden. Schwachpunkt ist nicht der Rollkamm als solcher bei ihm, sondern der auf der Innenseite liegende Bandapparat, der ist etwas zu locker, bzw. das von unten kommende Band liegt etwas neben der korrekten Achse. Man müsste das also versetzen und das Band verstärken.

Aber wie gesagt: nicht jetzt und hier.


Hammer, oder ?

Ich werd mal mit dem Bericht in der Klinik aufschlagen, und mal fragen, was ihnen dazu einfällt )
Aber es waren ja nicht nur die, die es nicht gepeilt haben.


Er ist die Bilder alle mit mir durchgegangen, wo in den Berichten der Klinik Hinweise waren und hat sie mir erklärt.

Nix Rücken, der ist kerngesund.
Nix Hüfte, die ist Bilderbuch ! (aber das hat man von Anfang an gesagt)
Nix Meniskus - das ist nur auf einer Ebene sichtbar, müsste aber - wenn was wäre, auf allen zu sehen sein
Bleibt Kniescheibe: die ist sogar sichtbar auf den Bildern leicht verkippt ! So sichtbar, dass ich es erkennen kann als Laie (die CDs laufen auf meinem Rechner nicht gescheit, von daher hatte ich zu Hause keine Chance)

Tja.

Ich hoffe, ich konnte Dir mit dem Bericht etwas helfen... vielleicht ist das bei Deinem Hund ja auch so. Dann kannst Du Dir nämlich teure Diagnostik sparen ! Drücke Dir die Daumen !
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  #4 (permalink)  
Alt 15.01.2010, 08:58
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P.S.

ich hab gesehen, dass Bine09 nicht so oft hier ist...

vielleicht ist es möglich, dass jemand der Mods/Admins ihr eine Mail schickt, dass sie hier mal schauen soll ???

Mir wäre es sehr wichtig, wenn ihr und ihrem Wauzel die Odysee erspart bleibt, die wir durchgemacht haben.....


DANKE !!!!!!!!!!!!!
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